Update 2: Aktualisierung des Datenschutzes an die DS-GVO

DS-GVO

Update 02. Juni: Ergänzungen und Änderungen zur DS-GVO

Update 2: Um der DS-GVO zu entsprechen, wurden weitere Änderungen auf der Webseite eingepflegt. Die Verbindung zu Google Fonts wird via Plugin “Remove Google Fonts References” dauerhaft blockiert. Die alten Social Media Share Buttons haben wir entfernt. Die entsprechenden Abschnitte zu den entfernten Inhalten haben wir aus der Datenschutzerklärung gelöscht. Wir haben eine datenschutzkonforme Lösung integriert und entsprechende Hinweise in der Datenschutzerklärung implementiert. Facebook Pixel ist komplett rausgeflogen.

Update 27. Mai: Ergänzungen

Update: Es gibt nun zwei Opt-Out Varianten für Google Analytics. Facebook Pixel wird zz. (und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft) auf dieser Seite keine Verwendung finden. Pro forma haben wir auch hier zwei Opt-Out Möglichkeiten integriert (davon ist eine nur sichtbar, sofern tatsächlich ein Pixel Code hinterlegt wurde). Wir haben mit Google einen Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen. Sierra Square hat den Auftragsverarbeitungsvertrag mit seinem Hoster sowie dessen Datenschutzrichtlinien verlinkt. Des Weiteren haben wir am Registrierungs- und Kontaktformular eine vereinfachte Altersabfrage integriert.

Aufgrund vieler DS-GVO-unterstützender Plugins, die sich auch im Layout bemerkbar machen, empfehlen wir momentan FireFox als Browser. Damit treten zz. die wenigsten Probleme auf.

Orginalbeitrag vom 22. Mai:

25. Mai: DS-GVO

Am 25. Mai ist der Stichtag, dem viele Abmahnanwälte private Webseitenbetreiber und (Klein-) Unternehmer mit Onlineauftritt entgegenfiebern entgegenbibbern. Selten war die Unsicherheit dermaßen groß, dem Datenschutz nicht gerecht zu werden Opfer der Abmahnmafia zu werden. Die DS-GVO steht vor der Tür. Sierra Square hat sich auf den Hosenboden gesetzt und eine Vielzahl Maßnahmen umgesetzt, um dieser Art und Weise des unverschämten Kassemachens entgegenzutreten. Die wesentliche Verantwortung trägt der Webseitenbetreiber Schuld ist natürlich beim deutschen Gesetzgeber zu finden. Dass der neue Datenschutz torpediert mit Sinn und Verstand umgesetzt werden kann, sieht man am Beispiel Österreichs. Aber genug der berechtigten Kritik.

Umgesetzte Einzelmaßnahmen

Wir haben mehrere Einzelmaßnahmen umgesetzt, damit wir die zukünftigen Anforderungen gemäß DS-GVO erfüllen. Die Datenschutzerklärung wurde überarbeitet. Des Weiteren haben die Benutzer von Sierra Square ab sofort die Möglichkeit die Datenschutzeinstellungen für Cookies, Google Analytics und Facebook Pixel mit Opt-in/Opt-out zu bestimmen. Außerdem können die Benutzer zukünftig über ein Formular direkt einen Auszug über alle von ihnen gespeicherten Daten anfragen. Gleiches gilt für die Löschung. Ab sofort muss auch bei der Kommentierung von Artikeln das notwendige Einverständnis gegeben werden. Die Verschlüsselung der Verbindung wird darüberhinaus ab sofort bei allen Datenübertragungen erzwungen.

Fotografie und die DS-GVO

Auf Sierra Square werden vor allem Fotos von Cosplayern veröffentlicht. Das ist im ersten Augenblick problematisch. Denn “[d]as Fotografieren einer Person stellt eine Erhebung personenbezogener Daten dar: wie die Person aussieht, Alter, Geschlecht, Rasse, Ort und Datum der Aufnahme, Umstände der Aufnahme wie z.B. Besuch einer Veranstaltung, Zusammensein mit anderen Personen etc.” (RA David Seiler, Hervorhebung im Original). Aber

[n]ach Art. 17 Abs. 3e) DSGVO besteht kein Löschanspruch, wenn die Daten zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich sind. Personenfotos sind nicht nur personenbezogenen Daten, sondern auch Lichtbildwerke, § 2 Abs. 1 Nr. 5 UrhG, die nach § 64 UrhG 70 Jahre p.m.a. (nach dem Tod des Urhebers) urheberrechtlich geschützt sind (Schutzfristen). Um Rechte z.B. auf Anerkennung der Urheberschaft, § 13  UrhG oder Schadensersatz, § 97 UrhG, geltend machen und die Urheberschaft, § 10 UrhG, beweisen zu können, sollten die Originale (RAW-Dateien) aufgehoben werden. Damit würde dann über das Urheberrecht die Pflicht zur Löschung der Personenfotos zu Lebzeiten des Fotografen + 70 Jahre entfallen.

Quelle: RA David Seiler

Model Release Vertrag als Grundlage

Das heißt, auch in Zukunft werde ich meine Fotos hier veröffentlichen und unter Creative Commons Lizenzen teilen. Selbstverständlich werden aber weiterhin die Cosplayer um Erlaubnis gebeten. Allerdings werde ich ebendiese ab sofort in jedem Fall dokumentieren. Im Rahmen dieser Erlaubnis werde ich auch in Zukunft einfach und verständlich klar machen, welche Datenverarbeitungsvorgänge erfolgen. Unverändert auch: alle Cosplayer erhalten als angemessene Gegenleistung die Rohdaten und ggf. die Fotobearbeitungen zugeschickt (sofern sie dies wünschen und ihre Emailadresse angegeben haben). Das Einverständnis mit den dazugehörigen personenbezogenen Daten wird weiterhin analog erfolgen und archiviert. Im Detail heißt das, dass ein “Model Release Vertrag” die Grundlage sein wird. Mit der Unterschrift gibt das Model seine Einwilligung und gewährt bzw. erhält folgende Rechte:

  • Die unwiderrufliche inhaltliche, zeitliche und räumlich unbeschränkte Übertragung sämtlicher Nutzungsrechte an den Aufnahmen (z. B. Bilder, Videos oder andere Medien) von dem Model exklusiv auf den Urheber (und dessen Rechtsnachfolger).
  • Dies erstreckt sich auf alle derzeit bekannten Nutzungsarten und umfasst auch die Vervielfältigung,Verbreitung, Digitalisierung, Ausstellung, Vorführung, Sendung, öffentliche Zugänglichmachung und öffentliche Wiedergabe durch Bild-/Ton-/Datenträger.
  • Die Aufnahmen dürfen sowohl digital als auch analog in allen dafür geeigneten Medien (z. B. Online-Nutzung jeglicher Art, jegliche Print-Nutzung, TV, Kino, Theater, Videogramme (CD, DVD usw.), interaktive und multimediale Nutzung usw.) genutzt und in Datenbanken, auch soweit sie online zugänglich sind, gespeichert werden.
  • Die Aufnahmen dürfen unter Wahrung des Persönlichkeitsrechts des Models bearbeitet oder umgestaltet werden (z. B. Montage, Kombination mit Bildern, Texten oder Grafiken, fototechnische Verfremdung, Colorierung). Die Namensnennung des Models steht im Ermessen des Nutzungsberechtigten.
  • Mit der Übersendung der Rohbilddaten hat das Model eine angemessene Gegenleistung erhalten; damit sind sämtliche Ansprüche des Models abgegolten.

Ausnahmen

Beschränkt geschäftsfähige Personen (ab 7 bis unter 18 Jahren) benötigen das Einverständnis des Erziehungsberechtigten. Sollten die Erziehungsberechtigten (auch nachträglich) widersprechen, ist der Model Release Vertrag unwirksam. Nicht geschäftsfähige Personen (unter 7 Jahren) können den Vertrag nicht unterschreiben. Hier wird in jedem Fall die Einwilligung des Erziehungsberechtigten eingeholt.

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